… Deutschlands bewegt sich das Land wieder mit ungeheurer Dynamik in einen autoritären Staat, der z. B. ungeimpft gesunde Menschen diskriminiert.
Wenn nicht umgehend derStatus quo ante Corona = Menschen ohne respiratorische Symptome sind respiratorisch gesunde Menschenwiederhergestellt wird, wird die Gesellschaft zerbrechen!
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Intensivmedizin als Gefahr für die Gesundheit
Nach Schätzungen des Präsidenten des Verbandes Pneumologischer Kliniken, Thomas Voshaar, dürften 20 bis 30 Prozent aller in Deutschland als Covidtote Geltenden an dieser Fehlbehandlung gestorben sein. Gerade in der Anfangsphase der Krise starben massenweise intubierte Patienten in Wuhan (95 Prozent), Bergamo oder New York (je 90 Prozent) aber auch in Deutschland mit ca. 50 Prozent, sehr viele davon unnötig.
Wenn es einmal eine objektive Untersuchung dazu geben wird, würde es mich überhaupt nicht wundern, wenn dies vor allem jüngere Verstorbene beträfe, die Covid-19 ohne diese Tortur in vielen Fällen wahrscheinlich unbeschadet überlebt hätten. Lungenärzte belegen schon lange, dass diesbezügliche Behandlungsleitlinien veraltet sind und Menschenleben kosten. Sie haben als überzeugendes Gegenmittel das Moerser Modell entwickelt, welches invasive Beatmung und damit auch eine intensivmedizinische Behandlung drastisch reduziert und somit deutlich weniger schwer an Covid Erkrankte sterben müssen.
… Deutschlands bewegt sich das Land wieder mit ungeheurer Dynamik in einen autoritären Staat, der z. B. ungeimpft gesunde Menschen diskriminiert.
Wenn nicht umgehend derStatus quo ante Corona = Menschen ohne respiratorische Symptome sind respiratorisch gesunde Menschenwiederhergestellt wird, wird die Gesellschaft zerbrechen!
… und immer wieder das hohe C – viele Deutsche fürchten sich vor der Zukunft. Dabei geht es uns doch gut: Offene Not ist selten, Geld kommt pünktlich, Strom und Gas fließen. Haben wir alles im Griff und machen uns unnötige Sorgen? Oder gibt es Warnsignale, dass dies alles nur Wohlstand auf noch kurze Zeit ist?
Achim Winter und Roland Tichy über Ängste und Sorgen. Klar ist: Die Risiken für unser Land und die Unsicherheiten wachsen. Sie bleiben beherrschbar, wenn wir uns ihnen stellen und darauf vorbereiten. Aber gerade das fehlt in der Politik – sie hält an ihren Träumen fest, die gestern noch schön und heute unerfüllbar sind.
Die selbsternannten Klimaretter von Glasgow fahren mit E-Autos vor, die mit Diesel-Generatoren geladen wurden, und was fürs Volk gilt, gilt nicht für Karl Lauterbach.
Damit die Hochglanz-Fotos stimmen und die Propaganda-TV-Shows passen, müssen unsere Klimaschützer natürlich mit emissionslosen E-Autos vorfahren. Da Glasgow nicht über genügend Ladestationen verfügt, müssen schnell provisorische her. Dafür wurden, vom viel gerühmten regierungskritischen Investigations-Journalismus erstaunlicherweise kaum entdeckt, dieselgetriebene Generatoren eingeflogen. Ist man für diese Potemkinschen Dörfer bei Lukaschenko oder in Nordkorea in die volksverdummende Propaganda-Schule gegangen?!
Champagner schlürfend sieht man Angela mit Camilla schäkern. Masken? Wo kämen wir denn dahin! Oder weiß die Noch-Kanzlerin der krachend abgewählten CDU vielleicht noch nicht, dass inzwischen Geimpfte die neuen Hotspots sind? Auch die Weltenretter-Kollegen, die im Hintergrund zu sehen sind, sind oben ohne. Ein 18jähriger Jugendlicher, der einsam und alleine an einer niedersächsischen Bushaltestelle wartete, mußte 130 Euro Bußgeld blechen. Irgendwie muß das dumme Volk doch auf Linie gebracht werden, oder?!
Das Tollste ist ein Video-Zusammenschnitt, …
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… der im Netz kursiert. Die Weltenlenker und Menschheitsretter entsteigen ihren Limousinen natürlich mit Maske. Mutterseelenallein gehen sie über den ansteckungsarmen Roten Teppich ins Gebäude, wo sie sich sofort selbige vom Gesicht reißen und den Gastgeber herzlich begrüßen. Merkel voran.
Zu Hause quält man Kinder unter Masken, lässt Schwerkranke allein sterben, zerstört jede für den Seelenhaushalt wichtige Stimmung durch diese elende Maskerade. Man predigt also anderen Wasser und säuft selbst den Wein. Was für ein Abgrund von Heuchelei! Was für eine Verhöhnung des Volkes.
Jener Karl Lauterbach, der eine ganze Nation notorisch nervt mit Masken, Lockdowns und Quarantänen, erwies sich fürs Foto propagandistisch korrekt: Als sich die neue SPD-Bundestagsfraktion schamlos und maskenlos auf einer Treppe präsentierte (immerhin 21 Minuten lang! Was für eine epidemische Zeitbombe!), war der gesetzestreue Gutmensch Karl die einzig Lappen tragende Person, um es Gender-gerecht auszudrücken. Klarer Kommunikations-Trick: Er wusste, dass das der ach so kritisch-investigative Journalismus bejubeln würde. Was er denn auch tat.
Doch der rheinische Wasserprediger Lauterbach schaute dann tief ins Weinglas: Die Corona-Ikone ließ sich von einer ebenso cleveren (wie Jesus) fotografierenden Frau auf der A 4 bei Köln erwischen. Nicht mit Promille, aber mit Handy am Ohr. Seit Monaten trimmt er das Volk auf gesetzestreues Anti-Virus-Verhalten, und jetzt diese dreiste Heuchelei. Seine 86-jährige Mutter sei dran gewesen. Ach so. Aber dass Gleichaltrige isoliert wie in einem Zoo seit Monaten in Heimen gehalten werden oder in anonymen Intensivbetten (inzwischen bekanntlich auch Geimpfte) mutterseelenallein wegen der Verordnungen à la Lauterbach dahinvegetieren … so what!
Ein Abgrund von Heuchelei tut sich auf, wenn dieselben Pharisäer von Fußball-Star Joshua Kimmich eine Vorbildrolle beim Impfen einfordern, die das bei der Nationalmannschaft „aus Gründen falschen Patriotismus“ strikt ablehnen, wenn sie so ganz nebenbei gegen Fahne und Hymne hetzten. Irre! Merkel nahm den Despoten-Darling und Demokratie-Leugner Mesut Özil in Schutz, aber gegen Kimmich koffert sie.
Oder nehmen wir den Totengräber der Sachsen-CDU, Ministerpräsident Kretschmer. Er ist gerade als Geimpfter samt Frau in häuslicher Quarantäne. Wo in aller Welt konnte er sich denn anstecken, da er sein Volk doch unter Masken zwingt? Inzwischen gesellen sich weitere Mitglieder seiner Regierung dazu. Komisch.
Und die Wulffs, für die wir Steuerzahler bis an deren Lebensende jährlich 240.000 hart verdiente Euro Ehren(!)sold blechen müssen, können sich die Orgie ihrer Wiederverheiratungen nur wegen ihrer Semi-Prominenz leisten. In Berlin wurde gerade bekannt, dass eine Mutter vier Monate auf die Geburtsurkunde ihres Sohnes warten musste. Da hatte sie noch Glück: bei ihrem ersten Baby dauerte es 2016 noch neun Monate. Monate! In der Zeit wären die Wulffs schon zehn mal wieder geschieden.
So ist das mit den Wasserpredigern, den Weltmeistern der doppelzüngigen Hochmoral. Wer auch nur vom Wein nippt, bringt sich schon in Gefahr. Mark Twain behält wohl recht: „Es ist leichter, die Menschen zu täuschen, als sie davon zu überzeugen, dass sie getäuscht worden sind.“ Ich hab’ es halt hier mal versucht … Der Aufstand gegen Lug und Trug der Eliten lohnt!
Alena Buyx, die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, …
… hat bei Lanz davor gewarnt, die Anti-Corona-Impfung nur als „Privatsache“ zu sehen: „Diese freie Entscheidung, sich nicht zu impfen, die hat eben Effekte auf uns alle.“
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Das ist zweifellos eine ethisch vertretbare Feststellung, weil wir ja wissen, dass alles mit allem zusammenhängt. Der Flügelschlag eines Schmetterlings in Patagonien kann eine Flutwelle im Odertal nach sich ziehen, und die Besetzung eines so bedeutenden Gremiums wie des Deutschen Ethikrates dazu führen, dass AKWs stillgelegt werden.
Unter solchen Umständen kann von einer „freien Entscheidung, sich nicht zu impfen“, keine Rede sein. Aus den Abgründen der deutschen Geschichte tauchen Fragen auf, die für die Gegenwart von maximaler Bedeutung sind. Ist es zu verantworten, die Entscheidung für oder gegen das Impfen als „Privatsache“ zu sehen und sie jeder Person zu überlassen, wohl wissend, dass so eine Entscheidung „Effekte auf uns alle“ hat? Allein in der Fragestellung ist schon die Antwort versteckt, sie muss nur noch ausformuliert und mit den entsprechenden Ausführungsbestimmungen auf den Weg gebracht werden. Nein, ist es nicht!
Die alte Geschichte von dem Frosch
Was schlägt Alena Buyx, die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, in dieser Situation vor? Folgendes: „Das, was man jetzt machen muss, ist, dass man schrittweise schaut, dass man es so grundrechtsschonend wie möglich hinkriegt, aber dennoch genug Maßnahmen einführt. Und da muss man die sozusagen schrittweise hocheskalieren.“
„Maßnahmen hocheskalieren“ – ist genau das, was jede Diktatur macht, um ihre Macht zu festigen, „schrittweise“ und „so grundrechtsschonend wie möglich“. Es ist die alte Geschichte von dem Frosch, den man in einen Topf mit kaltem Wasser setzt und dann die Herdplatte Stufe um Stufe „hocheskaliert“. So hält es der Frosch eine Weile in dem immer heißer werdenden Wasser aus, bis er sich am Ende seinem Schickal als gekochte Vorspeise ergibt. Sein letzter Gedanke gilt dem Verb „hocheskalieren“.
Eskalation bedeutet Steigerung oder Überhandnahme – mehr Gewalt, mehr Arbeitslosigkeit, mehr Inflation – also in der Regel nichts Gutes. Kein Mensch spricht von einer Eskalation des Friedens oder der Nächstenliebe. Auch eine Eskalation des Wohlstands wäre ein Novum. Und solange man nichts „runtereskalieren“ kann, kann man auch nichts „hocheskalieren“. Es sei denn, der Deutsche Ethikrat übernimmt jetzt auch die Verantwortung für etymologische Kommando-Unternehmen.
Schont die Grundrechte!
Und danach siehts aus. Der Ruf nach Maßnahmen, die so „grundrechtsschonend“ wie möglich appliziert werden sollten, weist die Richtung. Grundrechte, so haben wir es mal gelernt, müssen beachtet werden. Sie sind nicht verhandelbar. Mit ihnen „schonend“ umzugehen, würde bedeuten, dass man sie sparsam benutzt, wie ein neues Kleid, das nur zu einem besonderen Anlass aus dem Schrank geholt wird, damit es möglichst lange „wie neu“ aussieht. Noch effektiver im Sinne von materialschonend wäre es, das Kleid im Schrank zu lassen, es zu fotografieren und die Fotos auf Instagram zu posten – minimaler Verschleiß bei optimaler Verbreitung.
Mag sein, dass die stets gutgelaunte und perfekt vernetzte Alena Buyx, die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, an alle diese „Effekte“ nicht gedacht hat, als sie bei Lanz die Entscheidung, „sich nicht zu impfen“ vergesellschaftete und eine Angelegenheit nannte, die „uns alle“ angeht, Geimpfte, Nicht-Geimpfte, Infizierte, Genesene und Unentschlossene.
Mag sein, dass es Situationen gibt, in denen ein Verbot tatsächlich der Weisheit letzter Schluss ist. Zum Beispiel: Pyrotechnik in einem Fußballstadion zu zünden. Es ist auch nicht lustig, „Feuer“ in einem vollen Theater zu rufen, wenn einem das Stück nicht gefällt. Aber „grundrechtsschonende Maßnahmen“ als ethisch geboten zu klassifizieren, vorausgesetzt, man lässt sie „schrittweise hocheskalieren“, ist Anleitung zum Machtmissbrauch in homöopathischen Dosen.
Dazu muss man kein Fachmann und keine Fachfrau für Ethik sein. Jeder Frosch kann es bezeugen.
*Meine Meinung! Rüdiger Stobbe
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3.11.2021: Ausschnitt Lanz mit Robin Alexander & Alena Buyx
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Vor gut einem halben Jahr konnte die dritte Corona-Welle gebrochen werden und über den Sommer hinweg stieg die Impfquote in der Bevölkerung auf gut rund zwei Drittel Anfang November. Mit der nahenden kalten Jahreszeit gibt es nun aber einige Menschen, bei denen die Angst vor einer vierten Welle und erneuten, verschärften Maßnahmen wächst. Doch wen würden diese Maßnahmen betreffen? Alle Deutschen? Nur die Ungeimpften? Genau diese Frage wird bei Markus Lanz zwischen dem Journalisten Robin Alexander, der Vorsitzenden des Deutschen Ethikrates Alena Buyx, der Philosophin Svenja Flaßpöhler und dem Physiker Dirk Brockmann diskutiert. Während Frau Flaßpöhler eher die Seite derjenigen vertritt, die sich auch jetzt immer noch nicht impfen lassen wollen, steht dieser Haltung Robin Alexander gegenüber, der nicht mehr ganz verstehe, warum sich die Menschen nicht impfen lassen. Es sei mittlerweile genau aufgeklärt worden, jeder hätte die Möglichkeit gehabt, eine Impfung zu erhalten und dennoch stagniert die Impfquote. Deshalb verstehe er auch die Kritik des Pflegepersonals in den Krankenhäusern, die nun auf den Intensivstationen genau die Patienten behandeln, die durch eine Impfung geschützt hätten werden können. Hier sieht auch Alena Buyx eine moralische Erschöpfung beim Pflegepersonal und vor allem eine gesellschaftliche Verantwortung. Denn ein Szenario, in dem jeder nun seinen eigenen Weg geht und ein persönliches Risiko trägt, sei nicht möglich. Durch die große Auslastung der Intensivstationen aufgrund von Corona-Fällen ist diese Pandemie ein gesamtgesellschaftliches Problem. „Eine Pandemie ist keine Privatsache“, zitiert sie ein Werk von österreichischen Wissenschaftlern und unterstreicht hiermit ihren Standpunkt, dass das Impfen weiter vorangehen müsse. Frau Flaßpöhler kritisiert eher die Regierung, die durch ihre politischen Maßnahmen für die steigenden Inzidenzen verantwortlich wäre. Zwar nicht, weil sie diese absichtlich angefeuert hätten, sondern durch ihr Handeln das Vertrauen der restlichen, sich nicht impfenden Menschen verloren hätte. In einem so komplexen System wie der deutschen Gesellschaft sei dies der größte Faktor, der einen Zusammenhalt schaffe. Und für sie ist das Thema „Impfen“ vor allem eine Privatsache, da es ein intimer Eingriff in den Körper eines jeden Individuums ist. Jeder könne für sich selbst entscheiden, ob er einen solchen Eingriff zulassen möchte oder nicht. Deshalb würde der Druck auf die Ungeimpften durch mehr Maßnahmen wie 2G nur noch mehr Trotz aufbauen.
Weitere Gäste in der Sendung: Reiner Haseloff, Politiker Der Ministerpräsident Sachsen-Anhalts (CDU) nimmt Stellung zu den Beratungen über die personelle Neuaufstellung seiner Partei sowie zum weiteren Kurs in der Corona-Krise. […]
Wo fehlen Intensivbetten und wann wurden sie abgebaut?
Man sieht sehr schön, dass die CoVid-Patienten zu einem großen Teil in der Menge der „Normal-Intensivpatienten“ aufgehen. Daraus lässt sich schließen, dass viele CoVid-Patienten aufgrund ihrer schweren Vorerkrankungen auch ohne CoVid auf einer Intensivstation gelandet wären.
Die Hälfte der CoVid-Krankenhaus-Patienten haben überhaupt keine Atemwegserkrankungssymptomatik. Egal ob normal oder intensiv.
Zitat:
Wertet man die Daten des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus aus, zeigt sich, dass von 227.952 Krankenhauspatienten, die zwischen Januar und Mai 2021 positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, nur gut 122.000 die Hauptdiagnose „Krankheiten und Störungen der Atmungsorgane” aufwiesen. Nahezu die Hälfte der gemeldeten Corona-Patienten wurden also nicht aufgrund einer Atemwegserkrankung eingewiesen. Auf den Intensivstationen zeigt sich ein ähnliches Bild: Auch hier ist nur knapp über die Hälfte der gemeldeten „Covid-Fälle” mit Covid-typischen Symptomen eingewiesen worden.
14.766 der Corona-Krankenhauspatienten wurden hingegen wegen einer Kreislauferkrankung behandelt, über 1.000 wegen eines Herzinfarkts. Bei 59 war die Hauptdiagnose HIV, bei 76 Verbrennungen.
… Deutschlands bewegt sich das Land wieder mit ungeheurer Dynamik in einen autoritären Staat, der z. B. ungeimpft gesunde Menschen diskriminiert.
Wenn nicht umgehend derStatus quo ante Corona = Menschen ohne respiratorische Symptome sind respiratorisch gesunde Menschenwiederhergestellt wird, wird die Gesellschaft zerbrechen!
Wir haben ja das Grundproblem, dass fossile Energien immer noch günstiger sind als erneuerbare, und solange das nicht geändert wird, müssen wir dagegen anfinanzieren und das Geld muss aufgebracht werden. Das sind dann die großen systemischen Probleme und da ist bisher kein Fortschritt erzielt worden.
Mein Kommentar: An der Strombörse wird der Strom zum gleichen Preis gehandelt. Da wird kein Unterschied zwischen fossilem, atomarem oder regenerativ erzeugtem Strom gemacht. Der Strom-Kunde hat den jeweiligen Preis zu zahlen plus die jeweiligen Gebühren und Abgaben. Dass bestehende konventionelle Kraftwerke abgeschaltet und regenerative Kraftwerke teuer und subventioniert neu gebaut werden, ist kein systemischer Fehler: Es ist Dummheit!
2. [Der Kohleausstieg 2030] ist als Zielmarke angenommen in diesem Sondierungspapier, aber er ist natürlich voraussetzungsreich, wenn wir weiter die Lichter anmachen wollen. Also müssen erneuerbare massiv ausgebaut werden, müssen die Stromnetze ausgebaut werden, brauchen wir auch in der Industrie die entsprechenden Umstellungen, und die kosten Geld. Dann reden wir über die Flächen für Windkraftanlagen, dann reden wir über Solaranlagen auf den Dächern, dann reden wir über die finanziellen Mittel für die Industrie, und dann kommen wir schnell ins kurze Gras.
Mein Kommentar: „Voraussetzungsreich“ ist vollkommen richtig! „Erneuerbare massiv ausbauen“ ist schnell daher gesagt. Eingedenk der benötigten Menge regenerativ betriebener Stromerzeuger, ist die Zielmarke schlichter Unfug:
Notwendige zusätzliche regenerative Anlagen bei Entfall Braun- und Steinkohle 2030, nur um den fossil hergestellten Strom zu ersetzen
Robert Habeck, Co-Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, der in Berlin zurzeit einen neuen Koalitionsvertrag mit SPD und FDP aushandelt, begrüßt die Entscheidungen der Weltklimakonferenz in Glasgow zu Waldschutz und Methan. Dennoch fehle es an Verbindlichkeit. Das Grundproblem sei, dass fossile Energien immer noch günstiger seien als Erneuerbare. Hier sei bislang kein Fortschritt zu erkennen. …
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Das Interview des Dlf mit Robert Habeck vom 3.11.2021
Die Verbindlichkeit fehle auch in Deutschland. Der Ausstieg aus der Kohle 2030 sei für die Industrienationen eine Bedingung. Doch wir verfeuerten massiv Kohle, seien in Europa „eher Problembär als Teil der Lösung“. Aus der „Suppenküche der Koalitionsverhandlungen“ ließ Habeck verlauten: „Worte in Taten umzusetzen, ist auch in Deutschland nicht ganz einfach“.
Nach Ansicht von Robert Habeck ist der Ausbau der erneuerbaren Energien ohne staatliche Gelder möglich, weil er in der Hauptsache über Investoren laufe. Staatliche Aufgabe – bisher der Länder – sei die Ausweisung von Windkraftflächen. Er sei gespannt, ob sich bei den anstehenden Landtagswahlen Ministerpräsidenten und die anderen Parteien selbstbewusst hinstellen und sagen würden: Ja, das heißt auch in unserem Bundesland. Dann könne man nicht mehr sagen: „Wie kann es nur sein, dass Deutschland so doof ist“.
„Ich will, dass das eine gute Regierung für Deutschland wird“
Zur Bewältigung der Klimakrise müssten die finanziellen Regeln geändert werden, ähnlich wie in der Corona-Pandemie, forderte Habeck im Deutschlandfunk. Während bestimmte Mittel für Sozialausgaben vom Staat erwirtschaftet werden müssten, brauche es Gelder für neue Infrastrukturen wie eine klimaneutrale Industrie, die aus Krediten zu finanzieren sei. Man suche in den Koaltionsverhandlungen nach Wegen außerhalb des Rahmens der Schuldenbremse, um das zu bewerkstelligen. Mehr dürfe er derzeit nicht verraten.
Die Spitzen von SPD, Grünen und FDP haben die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen empfohlen. Der SPD-Parteivorstand, Länderrat der Grünen und Bundesvorstand sowie Bundestagsfraktion der FDP haben der Empfehlung zugestimmt.
Bei der „Übergangstechnologie Gas“ habe sich Deutschland in eine Abhängigkeit von Russland hineinmanövriert, sagte Habeck. Die Gasleitungen von Nord Stream 2 seien wohl gefüllt. Russland müsse sich aber an die europäischen Regeln halten, Betrieb und Besitz der Pipeline müssten getrennt sein. Das müsse vor einer Inbetriebnahme geprüft werden, forderte Habeck.